Zur Startseite der Bernsteinbäder Zempin, Ückeritz, Loddin und Koserow

Seebad Zempin - Natur

Sonneninsel

Die Insel Usedom ist ein Teil des Odermündungsgebietes. Durch ihre östliche Lage sind die Witterungseinflüsse des Atlantik und der Nordsee abgeschwächt. Außerdem liegt die Insel Usedom bei Strömungen aus Nordwest hinter dem Gebirge Norwegens und Schwedens.
So wurden für die Insel Usedom die durchschnittliche jährliche Sonnenscheindauer der letzten 15 Jahre vom Deutschen Wetterdienst mit 1906 Stunden festgestellt, das ist einsame Spitze!

Badestrand - Badewasserqualität
Der feine weiße Badestrand der Insel Usedom erstreckt sich über 40 km entlang der Ostsee. Das Seebad Zempin liegt in der schmalen Mitte der Insel und so kann man nach jeder Seite ausgiebige Strandwanderungen machen. Geht man westlich, so ist man bald an der Seebrücke in Zinnowitz. Wendet man sich nach Osten, so beginnt nach der Seebrücke von Koserow die Steilküste des Streckelberges mit der Brandungsmauer. Vom Sozialministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden jährlich die Badewasser-Karten herausgegeben. Seit Jahren wird im Seebad Zempin aller 14 Tage im Sommer die Wasserqualität kontrolliert. Die Auswertung erfolgt auf der Grundlage einer Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft.
Die Laub- und Nadelwälder
Zempin ist von einem Gürtel aus Laub- und Kiefernwäldern umgeben, der den Ort vor rauhem Seewinden schützt. Im Frühling, vor der Laubentfaltung überziehen Teppiche von weißen Anemonen den Boden des Waldes. Besonders eindrucksvoll sind die schlanken, glatten, silbergrauen Stämmen der Rotbuche mit ihrem leuchendrotem oder braunen Laub. Die ebenfalls vorkommende Hain- und Weißbuche taucht gruppenweise auf. Die anpassungsfähige Kiefer bildet sogar auf dem trockenen Dünensand Waldflächen. Unter Einwirkung des Windes bilden sich die charakteristischen Windflüchter, die die Hauptwindrichtung anzeigen.
Krumme Kiefern
Am neuen Kurpavillion ist eine Ruhezone mit Tafeln des Ortsund Naturlehrpfades um die krumme Kiefer angeordnet. Wie schwer es dieser Baum hatte groß zu werden sieht man an seinem Stamm. Er hat es geschafft und trotzt dem Sturm und Regen. Der Maler Hugo Scheele widmete ihm folgende Zeilen:
Vom Sturmwind geknickt
leb ich gebückt -
doch strebend zum Licht
ergeb ich mich nicht.  
Das Achterwasser
Das Achterwasser ist eine flache Ausbuchtung der Peene, aber durch starke Nordwinde und Sturmfluten kann es zu Salzwassereinbrüchen kommen. Das Schilfrohr hat breite Rohrpäläne ausgebildet in denen viele Insektenarten und Teich- und Drosselsänger ihre kunstvollen Nester bauen. Seeschwalben, Möwen, Entenvögel, Taucher und Kormorane finden hier reichlich Nahrung. Seeadler bestreichen oft unseren Raum, brüten aber auf dem unweit gelegenen Gnitz. Graureiher sieht man oft reglos im Wasser stehen, um auf Nahrung Ausschau zu halten.
Fischotter
Am Achterwasser lebt der dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger, der Fischotter. Fraßreste und Trittsiegel sind oft die einzigen und sichtbaren Spuren. Die Anwesenheit dieses seltenen Tieres gilt heute als Zeichen für einen gesunden Zustand der Gewässer.
Trockene Sandflur
Auf den brachliegenden nährstoffarmen und trockenen Flächen siedeln sich anspruchslose Pflanzen an. Blatt- oder Stengelverdickungen speichern das Wasser. Kleine, schmale, oft behaarte Blätter und feste Stengel verringern die Wasserabgabe. An diese Bedingungen angepaßte Pflanzen bilden auch die Grundlage für seltene Insekten und Schmetterlinge.