Seebad Zempin - Sehenswertes
Rohrdächer
Das ehemalige Fischer- und Bauerndorf hat seinen Ursprung am Achterwasser. Über 40 Häuser mit Rohrdächern sind enthalten, oft aus den alten Fischerkaten entstanden. Sie sind durch eine Ortssatzung geschützt und stehen in der Peenestraße, Rieckstraße, Fischerstraße und Dorfstraße.
Alte Fischräucherei
Nur das Äußere des Gebäudes am Ende der Peenstraße am Achterwasser erinnert noch an die sechs Fischräuchereien, die durch die Familien des Ortes bis zum Ende des II. Weltkrieges betrieben wurden. Der Räucherfisch wurde mit der Eisenbahn bis nach Berlin täglich frisch geliefert. Heute befassen sich noch mehrere Fischerfamilien mit dem Räuchern. Familie Schätzchen in der Fischerstraße und Familie Schmidt in der Waldstraße - mit der Gaststätte "Taun Fischer un sin Fru".
Orts- und Naturlehrpfad
Dieser Lehrpfad ist ca. 9 km lang und führt an allen markanten Natur- und Ortsmerkmalen des Seebades Zempin vorbei. Viele Tafeln mit einmaligen, auf den Ort bezogenen Inhalten, mit Arbeiten von ansässigen Malern, Fotografen und Schriftstellern wurden erarbeitet und gestaltet. Sie erfahren dadurch viel Wissenswertes zur Natur, Geschichte, zu Land und Leuten und ihrem Leben und ihren Tätigkeiten in Zempin. Dazu ist ein Prospekt erhältlich.
Große Eiche am Achterwasser
Die älteste Eiche des Ortes steht am Angelhafen am Achterwasser. Sie hat in ein Meter Höhe einen Umfang von 4,30 m. Sie wird auf 350 Jahre geschätzt. Früher gab es große Eichenwälder zwischen Zempin und Zinnowitz in denen die Schweine zum Mästen getrieben wurden. Die Eiche kann man in Ruhe betrachten, wenn man den Blick von einer Bank in dem kleinen Park an der Eiche auf das Achterwasser wendet.
Mächtige Bäume am Trimmpfad
Die Dorfstraße mündet in Richtung Westen in den Trimmpfad. Hier kann man bei sportlichen Übungen auch die Pausen etwas länger werden lassen und die herrliche Aussicht auf das Achterwasser zur Insel Görmitz, zur Halbinsel Gnitz und bis zum Lieper Winkel genießen. Die mächtigen Pappeln und Korbweiden wechseln mit Büschen von Holunder entlang des Weges. Es war der ursprüngliche Verbindungsweg zwischen Zempin und Zinnowitz, bevor Bahn und Bundesstraße die Insel durchschnitten.
Gedenkstätten für Kriegsopfer
In der Waldstraße am Parkplatz, etwas im Wald versteckt, steht das Denkmal für die Opfer des I.Weltkrieges. Am Eingang des Friedhofes, in der Straße Zu den Karlsbergen, wurde ein Gedenkstein im Jahre 1995, 50 Jahre nach Beendigung des Krieges, für alle Opfer des II.Weltkrieges und für die fünf unbekannten Soldaten, geborgene Minenopfer, eingeweiht. Es gab noch weitere Opfer durch Bomben und Minen in Zempin, deren Namen bekannt waren, deshalb bekamen sie eine Ruhestätte in Familien- oder Einzelgräber.
Reste der Abschußrampe der Flügelbombe "V 1"
Am östlichen Rand des Campingplatzes sind Reste eine Abschußrampe, der Feldstellung I. Am Radwanderweg zwischen Zempin und Zinnowitz sind Reste der Feldstellung II. Zempin gehörte während des II. Weltkrieges zum Sperrgebiet Peenemünde West. An diesen Abschußrampen der Fee 103 "V1" wurden die Mannschaften in die Technik der Flügelbombe eingewiesen und Probeabschüsse entlang der Ostseeküste durchgeführt. Die zum Teil heute noch vorhandenen Betonwege im Küstenschutzwald, waren Transportwege für diese Waffe. Erklärungstafeln befinden sich an diesen Stellen.
Atelier des Kunstmalers Kurt-Heinz Sieger
An der Bundesstraße zwischen Zempin und Zinnowitz, ein wenig versteckt in der Hexenheide, hat sich der Künstler seit 1980 niedergelassen. Der 1917 in Görlitz geborene Künstler studierte in Leipzig und an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Er ist einer der bekanntesten Maler der Insel Usedom, er ist seinem Stil treu geblieben. Malte früher vorwiegend Landschafts- und Aktmotive in Öl, beschäftigte er sich in den letzten Jahren erfolgreich mit der Pastellmalerei. Er starb im Jahr 2002.
www.ferienatelier.de
Der Maler Hugo Scheele
Der Maler wohnte und arbeitet von 1921 bis zu seinem Tode 1960 in Zempin in der Waldstraße im Haus "Baltica". Die Gemeinde Zempin sammelt alles, was im Zusammenhang mit dem Künstler steht. Er wurde 1881 in Arnsberg geboren. Auf den Tafeln des Orts- und Naturlehrpfades sind einige Reproduktionen seiner vielfältigen Arbeiten zu finden. Die Motive seines künstlerischen Schaffens entnahm er der Natur der Insel Usedom mit ihrer Flora und Fauna, der Fischerei und den rohrgedeckten Häusern. Die Geschichte der Insel hat ihn ebenso zum Dichten inspiriert. Er war Mitglied des Pommerschen Künstlerbundes.
Vereinshaus "Uns olle Schaul" - Fischerstrasse 11
Bis zum Sommer 2000 war dieser errichtete Bau Schule. In den unteren Klassenräumen sind heute die ständigen Ausstellungen FISCHEREI in Zempin mit Bootsmodellen des Fischers Konrad liefert und ALTER KAUFMANNSLADEN - Schichleins Laden voller Erinnerungen und wechselnde Ausstellungen. Ein Klassenraum wird als Vortragsraum genutzt. Im oberen gemütlichen Raum haben sich die Vereine einen Versammlungsraum geschaffen.
Fischerei in Zempin
Ausstellung mit Bootsmodellen des Fischers Konrad Tiefert. Diese Modelle zeigen die Entwicklung der Fischereiboote, wie sie hier auf der Insel Usedom am Strand und am Achterwasser zur Fischerei benutzt wurden. Viel Wissen über die Fischerei ist in die Details der Modelle eingearbeitet.
Gegenstände, Fotos und Erklärungen zur Fischerei hat der Heimatverein Zempin e.V. in der ehemaligen Grundschule zusammengetragen.
Öffnungszeiten: 1. Mai – 30. September
Mittwoch und Samstag von 15 – 18 Uhr
Alter Kaufmannsladen
Die Ladenmöbel wurden 1928 für den Kolonialwarenladen Karl Schichlein, Zempin angefertigt. In diesem Museums - Laden werden viele Erinnerungen wach. Aber er ist auch Museums - Shop für Nachdrucke der Werke des Zempiner Malers Hugo Scheele und Heimatliteratur.
Häfen für Wassersportler
Am Rieck, neben der Gedenkstätte des Malers Otto Niemeyer-Holstein, befindet sich das Gelände des Angel- und Sportbootverband am Ryck e.V.
Ansprechpartner: Dieter Piest, Waldstraße 23, Tel.: (038377) 4 17 22
Am Achterwasser, in Verlängerung der Fischerstraße befindet sich der offene kleine Fischerhafen und der Hafen des Angel- und Wassersportverein Inselhof e.V.
Ansprechpartner: Hafenmeister Wolfgang Grübsch, Rieckstraße 9b, 17459 Zempin,
Tel.:(038377) 4 00 34

















